Kurzfassung des Konzeptes

 


Trauer ist ein Gefühl, das Menschen unterstützt und befähigt Unabänderliches, wie Krankheit, Not und Tod zuzulassen. Das Erleiden eines Verlustes wird in der Trauer gelebt. Im Zulassen vielfältiger Gefühle wie Wut, Trauer, Zorn, Hilflosigkeit, sowie Ermutigung, Vertrauen, Hoffnung und Liebe wird es dem Trauernden möglich, Unwiederbringliches anzuerkennen. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Realität anzuerkennen, den Abschiedsschmerz zu durchleben, das zu verinnerlichen was war und eine neue Identität zu entwickeln. Psychologische und pädagogische Erkenntnisse bilden die Grundlage für unsere Arbeit im Sternenland e.V..
Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, diese ungehindert zu entfalten.
Berücksichtigt wird, dass der Trauerprozess von der kognitiven, emotionalen und persönlichen Entwicklung und Erfahrung des Einzelnen abhängig ist.
Für den Prozess der Trauer ist dies entscheidend, damit jeder sein eigenes Profil in der Trauer entfalten und darstellen kann. Nach aktueller Forschung weckt die Trauer natürliche Widerstandskräfte und lässt neue Stärken entdecken. Demnach haben Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer einen Zufluchtsort im Sternenland e.V. :
- an dem sie sich wohlfüheln
- an dem sie so sein können, wie ihnen gerade zumute ist
- an dem sie ebenso betroffene Kinder finden
- an dem sie lachen können ohne Schuldgefühle zu haben.

 

Das Sternenland e.V. befindet sich in Sendenhorst. Hier werden Kinder- und Jugendgruppen angeboten, ebenso in Münster.
Die Räume sind klar strukturiert und tragen dazu bei, dass die Kinder sich wohlfühlen. Sie strahlen Sicherheit, Geborgenheit und eine angenehme Atmosphäre aus und sind in einen Gruppen-, Kreativ-, Bewegungs-, und Kuschelraum aufgeteilt.
Die Kinder- und Jugendgruppen finden 14 tägig als teiloffenes Angebot für Kinder und Jugendlichen statt.
Das praktische Erfahren von kreativen Methoden ( z.B. malen, schreiben, gestalten), Wahrnehmung, Identifizierung und Ausdruck eigener Gefühle, Erinnerungsarbeit, Symbol- und Ritualarbeit, Meditation und Fantasiereisen, Musik, Tanz und Theater ermöglichen die Akzeptanz der Unterschiedlichkeit des individuellen Umgangs mit dem Verlust und die Akitivierung der eigenen Ressourcen.
Die Gruppenstunden folgen einem thematischen Aufbau wie z.B. Trost, Hoffnung, Erleben von Gefühlen, Orte der Besinnung, Symbole der Erinnerung, Beziehung, usw. .

Jede Gruppe wird von einer Pädagogin durchgeführt, die jeweils hauptamtliche Mitarbeiterin des Sternenlandes ist. Hinzu kommen ehrenamtliche MitarbeiterInnen.
Alle MitarbeiterInnen sind geschult, die Hauptamtlichen absolvierten ein pädagogisches Studium und verfügen über eine Zusatzausbildung.
Eine konstante Besetzung ist wichtig, um das Gefühl der Verlässlichkeit und des Vertrauens aufzubauen. Nur auf dieser Grundlage kann sich eine hilfreiche Beziehung entfalten.
Durch Fort- und Weiterbildung, regelmäßige Supervision und kollegiale Beratung wird kontinuierlich Aktualität und Professionalität reflektiert.

Mit externen Angeboten wie Fortbildungen, Vorträgen und Schulungen werden übergeordnete Ziele in das gesellschaftliche Blickfeld gebracht:
- Aufklärung und Information zum Thema Kindertrauer
- Anerkennung der Trauer als Bestandteil des Lebens.

Die Vernetzung zu bestehenden sozialen Anbietern wie Schulen, KiTas, Arbeitsgruppen, Hospizgruppen und Krankenhäusern ermöglicht ein weiteres Forum, um im Austausch zu sein.
Lobbyarbeit wird mit weiteren Vereinen und Institutionen gestaltet, um die Arbeit in der Öffentlichkeit sichtbar und verständnisvoller zu machen und sie in den Alltag zu transferieren.

Ziel des Sternenlandes ist die Förderung der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen, sowie deren Familien. Diese Arbeit wird bisher nicht refinanziert. Ein Fundraising, die enge Zusammenarbeit mit Stiftungen und Spendern ermöglichen diese Arbeit.